Informationsveranstaltung zum Dürrehilfsprogramm

Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark informiert am 30.10.2018 über das Hilfsprogramm zur Dürre 2018.
Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr im großen Saal der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) in Iden.

Nutzung von Brachen zu Futterzwecken aufgrund der anhaltenden Trockenheit

Aktueller Sachstand zum Thema:
Nutzung von (ÖVF-) Brachen zur Futternutzung wegen ungünstiger Witterungsereignisse bzw. Futterknappheit

§ 25 Abs. 2 der DirektZahlDurchV sieht hierzu für ÖVF-Brachen folgende Regelung vor:
"...die zuständigen Behörden der Länder können ab dem 01. Juli des jeweiligen Jahres allgemein oder im Einzelfall zulassen, dass in Gebieten, in denen auf Grund außergewöhnlicher Umstände, insbesondere ungünstiger Witterungsereignisse, nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht oder stehen wird, der Aufwuchs durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt wird."

Das Land Sachsen-Anhalt bereitet daher eine Freigabe der ÖVF-Brachflächen ab dem 01.Juli vor.
Dies muss jedoch noch genehmigt werden.
Nach der Genehmigung ist eine Veröffentlichung im Ministerialblatt und eine Information der landwirtschaftlichen Verbände und Beratungsunternehmen vorgesehen.
Das ALFF Altmark wird die Freigabe auf der eigenen Homepage veröffentlichen.

Nach der Veröffentlichung der Freigabe können betroffene Landwirte die ÖVF-Brachen zu Futterzwecken ab dem 1.7.2018 nutzen.
Es ist kein gesonderter Antrag und auch keine gesonderte Anzeige mehr notwendig.

Hinweis:

Nach aktueller Auslegung können ÖVF-Brachestreifen (Pufferstreifen, Feldränder und Streifen an Waldrändern) bereits ab dem 1.7. ohne formelle Freigabe genutzt werden, sofern die Streifen vom angrenzenden Ackerland unterscheidbar sind.

Brachen ohne ÖVF-Verpflichtung könnte der Landwirt ebenso in einen Nutzcode (NC) mit entsprechender Nutzung umdeklarieren, ohne dass dafür Kompensation erforderlich wäre.
Hierzu ist gemäß § 20 Abs. 2 InVeKoSV eine Anzeige spätestens 3 Tage vor der beabsichtigten Nutzung bei der zuständigen Landesstelle (ALFF) erforderlich, wenn bereits eine Nutzung vor dem 30.6. erfolgen soll.
Für eine Nutzung nach dem 30.6. ist eine Anzeige gemäß § 30 Abs. 5 der InVeKoSV erforderlich (allgemeine Verpflichtung des Betriebsinhabers jede Veränderung...anzuzeigen).

Hinsichtlich der Nutzung des DGL in Natura-2000-Gebieten und Naturschutzgebieten ist folgendes zu beachten:
Die Bewirtschaftungsauflagen sind in den Verordnungen der betreffenden Schutzgebiete festgelegt (z.B. ein späterer Schnittzeitpunkt). Eine davon abweichende Bewirtschaftung ist vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) zu klären. Wird sie genehmigt, muss das zuständige ALFF hiervon in Kenntnis gesetzt werden.

Hinweis: Zusätzlich können Cross-Compliance-relevante Belange der FFH- sowie der Vogelschutzrichtlinie berührt sein. Mit der Zustimmung der UNB zur vorzeitigen Mahd können hier eventuelle Verstöße vermieden werden.

Stand: 20.6.2018

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) informiert

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den ökologischen Landbau weiter deutlich auszubauen. Ziel ist es, den Ökolandbau mittelfristig auf 20 Prozent der Fläche zu erweitern. Hierfür sind die entsprechenden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu verbessern oder noch zu schaffen. (siehe Öko-Aktionsplan für Sachsen-Anhalt)

Mit Beginn des Jahres 2018 wurde in der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau in Bernburg-Strenzfeld die Stelle für Koordinierungsaufgaben in der ökologischen Produktion besetzt.

Ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt ist die fachliche Begleitung und Koordination konkreter Umsetzungsmaßnahmen aus dem Öko-Aktionsplan. Damit wurden wichtige Voraussetzungen für gezielte Informationsarbeit und Verbraucheraufklärung rund um den Ökolandbau in Sachsen-Anhalt geschaffen.

Den Ökologischen Anbauverbänden und Interessenvertretungen sowie umstellungswilligen Unternehmen steht nunmehr mit Constanze Rusch eine fachkompetente Ansprechpartnerin in der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau zur Seite.

Kontakt unter:
Constanze Rusch
Dezernentin für Koordinierungsaufgaben in der ökologischen Produktion
Telefon: 03471/334230 oder constanze.rusch(at)llg.mule.sachsen-anhalt.de

Weitere Informationen zum Ökolandbau in Sachsen-Anhalt unter: www.llg.sachsen-anhalt.de

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