Aktuelles in der Landwirtschaft
- Antragstellung 2023 Neuigkeiten und FAQ
- Hinweis auf das Angebot der naturschutzfachlichen Beratung durch Mitarbeiter des ALFF Altmark
- Informationsbroschüre GAP kompakt 2023
- ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte (Probenehmerinnen/Probenehmer)
- Die Foto-App für Antragstellende im Rahmen der Agrarförderung Sachsen-Anhalt
- Anfragen zur Verordnung über düngerechtliche Mitteilungspflichten (DüngeMitteilungsVO) des Landes Sachsen-Anhalt
- Nutzung von ÖVF-Brachen im Jahr 2022
- Prämienrechner für die Direktzahlungen ab 2022
- Förderung der Blühflächen/ -streifen
- Aktuelle Informationen zur Agrarförderung
- Informationen und Kontakte für Umsteller und Öko- Unternehmen
- Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte
- Neue Regelungen für die Düngung
- Elektronischer Agrarantrag in Sachsen - Anhalt
- Cross Compliance
- Hinweise zum Bodenmarkt
- Informationen zum Pflanzenschutz
- Urheberrechtshinweis
Antragstellung 2023 Neuigkeiten und FAQ
Im Jahr 2023 wird es in Sachsen-Anhalt 3 Antragsverfahren geben.
1. Ende März – 15. Mai:
- Einkommensgrundstützung, (inkl. Konditionalität, Umverteilungs- und Junglandwirte- Einkommensstützung, Ökoregelungen und gekoppelte Einkommensstützung),
- PSM-Ausgleich
- Natura2000
- AGZ
- Auszahlungsanträge AUKM und Ökolandbau
- Verpflichtungsübertragungen im laufenden Jahr.
2. Mitte Juni:
- Ökologischer Landbau (einjährige Förderanträge)
- Blühstreifen (5 jährige Neu- und Erweiterungsanträge)
- Obstbäume (5 jährige Neu- und Erweiterungsanträge)
- MSUL-Grünland (5 jährige Neu- und Erweiterungsanträge)
- FNL-Förderanträge, (5 jährige Neu- und Erweiterungsanträge)
- Verpflichtungsübertragungen kommendes Jahr
3. Herbst:
- Antragsverfahren Kooperativer Naturschutz (4-5 Regionen. Da hier zunächst ausschließlich Schwarzerde-Standorte ausgewählt worden sind, ist die Altmark voraussichtlich nicht betroffen)
Offene Fragen zur Umsetzung der GAP können Sie an folgende E-Mailadressen senden:
Alle Antragsunterlagen sind im ELAISA- Portal des Ministeriums veröffentlicht.
Verwenden Sie dazu bitte folgenden Link:
Neuigkeiten und eine Übersicht oft gestellter Fragen (FAQ) zum Elektronischen Agrarantrag können ebenfalls im ELAISA- Portal eingesehen werden.
Dazu nutzen Sie bitte die folgenden Links:
Hinweis auf das Angebot der naturschutzfachlichen Beratung durch Mitarbeiter des ALFF Altmark
Öko-Regelung 5 artenreiches Grünland mit 4 Kennarten
Als eine der sieben Öko-Regeln wird die ergebnisorientierte extensive Bewirtschaftung von Dauergrünlandflächen mit Nachweis von mindestens vier regionalen Kennarten in den neuen GAP-Bestimmungen festgelegt.
Die Öko-Regelungen sind einjährige Maßnahmen, es kann jährlich neu entschieden werden, ob die Prämie beantragt wird, die für die Öko-Regel Nr.
5 zunächst 240,00 €/ha (225,00 €/ha ab 2025) beträgt.
Die Liste der Kennarten und Artengruppen wird in einer Landesverordnung, die derzeit im Entwurf vorliegt, festgelegt. Eine vorläufige Liste der Kennarten/Kennartengruppe aus dem Verordnungsentwurf ist in ELAISA unter public (sachsen-anhalt.de) veröffentlicht.
Diese Liste gilt nur in Sachsen-Anhalt. Für Flächen in anderen Bundesländern sind die Listen der Belegenheitsländer maßgeblich.
Die Nachweismethode wird ebenfalls in der Landesverordnung festgelegt; daher ist die Beschreibung noch vorläufig.
Die Kennarten werden per georeferenziertem Foto nachgewiesen, dazu ist die Nutzung der LaFIS-GEOFOTO® - App zwingend erforderlich.
Je nach Größe des Schlages werden vier bis sieben Aufnahmefenster gebildet in denen jeweils mindestens eine Kennart oder Artengruppe per Fotos nachgewiesen werden muss.
Folgende Empfehlungen zur Umsetzung der Öko-Regelung 5 können nach aktuellem Kenntnisstand gegeben werden:
Da die Vegetationsentwicklung bis zur Antragsstellung am 15. Mai eine sichere Bestimmung vieler Kennarten nur schwer zulässt, können in Frage kommende Grünlandschläge zunächst auf Verdacht beantragt werden.
Sollten sich im Laufe der Vegetationsperiode nicht ausreichend Kennarten auf einem Schlag finden lassen, kann der Antrag für diese/n Schlag/Schläge ohne negative Auswirkungen bis 30.9.2023 zurückgezogen werden.
Für die Beantragung kommen nur extensiv bewirtschaftete Grünlandschläge in Frage.
Am besten ansprechbar sind die Kennarten vor der ersten Nutzung des Grünlandes, also Anfang Mai bis Ende Juni.
Zur Unterstützung einer sicheren Ansprache der Kennarten bieten die naturschutzfachlichen Berater des ALFF Altmark in dieser Zeit kostenfrei praktische
Unterstützung an.
Auf Nachfrage können gemeinsame Schlagbegehungen zur Pflanzenansprache und zur Einweisung in die Nachweismethode vereinbart werden.
Vorteilhaft wäre es, wenn sich zu solchen Terminen mehrere benachbarte Landwirte zusammenfinden würden.
Die Orte für die Feldtermine orientieren sich an dem konkreten Bedarf.
Anfragen sind an die unten genannten Ansprechpartner zu richten.
Auch für Fragen zu Kombinationsmöglichkeiten und zur sinnvollen Einbindung von Öko- Regelungen in den Betrieb um einen größeren Effekt auf die Biodiversität zu erzielen, steht die naturschutzfachliche Beratung zur Verfügung.
Ansprechpartner Stendal
Herr Mösenthin
Tel.: +49 3931 633-502
E-Mail: Markus.Moesenthin(at)alff.mule.sachsen-anhalt.de
Ansprechpartnerin Salzwedel
Frau Roeder
Tel.: +49 3901 846-201
E-Mail: Anna.Roeder(at))alff.mule.sachsen-anhalt.de
Informationsbroschüre GAP kompakt 2023
Über die Inhalte der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2023 bis 2027 soll Ihnen die Informationsbroschüre der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung einen Überblick über die geltenden Anforderungen und Standards geben.
Diese ist unter dem folgenden Link abrufbar:
Information zu den ab 2023 geltenden Direktzahlungen, zur Konditionalität und zum INVEKOS
ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte (Probenehmerinnen/Probenehmer)
Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt sucht ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte für die Besondere Ernte- und Qualitätsberichterstattung (BEE) besonders im Bereich Genthin und Havelberg.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die Foto-App für Antragstellende im Rahmen der Agrarförderung Sachsen-Anhalt
LaFIS® -GEOFOTO ist eine App mit der landwirtschaftliche Betriebe in Sachsen-Anhalt unterstützt werden, die einen Antrag auf flächen- oder tierbezogene Agrarförderung stellen.
Die kostenfreie App erlaubt es georeferenzierte Fotos landwirtschaftlicher Parzellen, der angebauten Kultur und der landwirtschaftlichen Tätigkeiten zu erstellen und direkt bei dem zuständigen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) einzureichen.
Während der Aufnahmen werden geographische Koordinaten der Fotoaufnahme gespeichert.
Damit können die Fotos eindeutig den betrieblichen Parzellen zugeordnet werden.
Die Aufnahmen dienen der Nachweisführung über erfüllte Bedingungen, Verpflichtungen und sonstigen Auflagen.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter https://mwl.sachsen-anhalt.de/landwirtschaft/landwirtschaft-in-sachsen-anhalt/elektronischer-agrarantrag/lafis-geofoto/#c311123
Anfragen zur Verordnung über düngerechtliche Mitteilungspflichten (DüngeMitteilungsVO) des Landes Sachsen-Anhalt
Aufgrund derzeit gehäufter Anfragen im Landkreis Stendal folgende Hinweise mit der Bitte um Beachtung:
- Die Düngeverordnung (DüV) gilt grundsätzlich gleichermaßen für ökologisch wie auch für konventionell wirtschaftende Betriebe und die 2017 sowie 2020 novellierten DüV enthalten zahlreiche Änderungen, die auch Ökobetriebe betreffen.
- Mit der Verordnung über düngerechtliche Mitteilungspflichten (DüngeMitteilungsVO) vom 9. August 2021 besteht für Betriebe, welche Flächen in Sachsen-Anhalt bewirtschaften die jährlich wiederkehrende Verpflichtung, der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) bestimmte nach Düngeverordnung (DüV) aufzeichnungspflichtige Daten in elektronischer Form zu übermitteln.
Die Landesverordnung gilt seit 20. August 2021.
- Erstmalig galt in 2021 eine Mitteilungsfrist bis zum Ablauf des 31. Oktober. Mitteilungen sind aber auch nach Ablauf der Mitteilungsfrist weiterhin möglich.
- Ab dem Jahr 2022 ist der Mitteilungspflicht dann für das jeweils vorangegangene Kalenderjahr bis zum Ablauf des 30. April nachzukommen.
- Die schlagbezogene Mitteilungspflicht gilt für alle Betriebe, unabhängig davon, ob sie Flächen in oder außerhalb von Nitratgebieten bewirtschaften.
- Für Anfragen zur Umsetzung der düngerechtlichen Mitteilungspflichten verweisen wir ausschließlich auf den Kontakt bei der verantwortlichen Stelle der LLG des Landes Sachsen-Anhalt in Bernburg unter der Telefonnummer: +49 3471/334 110.
(Wie bereits bezüglich der seit dem 1.1.2018 in Kraft getretenen Stoffstrombilanzverordnung (StoffBilV) regelt das aktuelle gültige Gesetz über die Zuständigkeiten für den Vollzug des Düngegesetzes in Sachsen-Anhalt (DüngeVZustG ST von 2009, zuletzt geändert 2012) hier keine Zuständigkeit der Landkreise sowie der landkreisfreien Städte.
Die im Landkreis Stendal für den Vollzug der im Düngerecht übertragenen Aufgaben zuständige Stelle kann entsprechend dazu keine Auskünfte erteilen.)
Weitere Informationen dazu erhalten Sie auch auf der Seite der LLG Sachsen-Anhalt.
Nutzung von ÖVF-Brachen im Jahr 2022
Die Europäische Kommission hat mit einem Durchführungsbeschluss am 23.3.22 Ausnahmeregelungen in Bezug auf ÖVF- Bracheflächen beschlossen.
Dazu wurde parallel durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Dritte Verordnung zur Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung vorgelegt.
Diese soll durch eine Fristverkürzung am 8. April im Bundesrat behandelt und beschlossen werden.
Gegenstand der Verordnung ist die allgemeine bundesweite Zulassung der Futternutzung des Aufwuchses von ÖVF- Bracheflächen ab dem 1.7.2022. Also nach Beendigung der Schutzperiode.
Es bedarf dann keiner landesspezifischen Entscheidung über eine Ausnahmeregelung mehr.
Ferner wird durch diese Verordnung die Nutzung der ÖVF-Zwischenfrüchte für die Futternutzung im Herbst 2022 (wie bisher bei außergewöhnlichen Witterungseinflüssen) ebenfalls generell ermöglicht.
Über den vorzeitigen Anbau von Ackerkulturen auf den ÖVF- Bracheflächen sind keine Entscheidungen bekannt.
ÖVF-Brachen können wie bisher ab dem 1.8. zur Vorbereitung der Aussaat einer Kultur, die dann erst im Folgejahr geerntet wird, umgebrochen werden (§ 25 Absatz 1 der DirektZahlDurchfV).
Ab diesem Zeitpunkt wäre die ÖVF-Brache beendet und der Einsatz von PSM im Rahmen der Vorbereitung einer Aussaat zulässig.
Die Aussaat noch im aktuellen Jahr muss allerdings sichergestellt werden.
Für die Antragstellung 2022 ändert sich insofern nichts.
Die ÖVF-Brachen werden wie bisher mit dem ÖVF-Typ 9 gekennzeichnet und beantragt.
Über mögliche grundlegende Änderungen im Jahr 2023 im Rahmen der neuen GAP liegen noch keine Entscheidungen vor.
Prämienrechner für die Direktzahlungen ab 2022
Für die Kalkulation der Prämienhöhen bei den Direktzahlungen im Antragsjahr 2022 und für die Antragsjahre ab 2023 steht für Sie eine Kalkulationshilfe (Excel-Prämienrechner) zur Verfügung.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter diesem Link.
Förderung der Blühflächen/ -streifen
Hinsichtlich der Förderung von Blühflächen/ -streifen erhalten Sie unter dem Link "Informationen zur Förderung der Blühflächen/ -streifen" und unter https://llg.sachsen-anhalt.de/themen/agraroekologie-und-umwelt/biodiversitaet/ weiterführende Informationen.
Aktuelle Informationen zur Agrarförderung
Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten informiert regelmäßig über aktuelle Informationen zur Agrarförderung. Diese Schreiben sind im ELAISA- Portal abrufbar.
Informationen und Kontakte für Umsteller und Öko- Unternehmen
Hinweise für Interessenten, die sich für eine Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise interessieren:
- Beratung und Förderung (Betriebswirtschaft der LLG)
- Antragsunterlagen und Merkblätter
- Liste der zugelassenen Kontrollstellen in Sachsen-Anhalt (PDF, 24 KB, nicht barrierefrei)
- Liste der Anbauverbände (PDF, 28 KB, nicht barrierefrei)
Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte
Das Landwirtschaftsministerium wird in Zukunft junge Landwirte bei der Gründung eines Betriebes finanziell unterstützen.
Innerhalb von 24 Monaten nach der Existenzgründung ist eine Antragstellung in diesem Programm möglich, wenn der Junglandwirt/die Junglandwirtin nicht älter als 40 Jahre ist. 70.000 Euro werden für einen Zeitraum von fünf Jahren ausgezahlt. Diese Starthilfe ist mit der Forderung verbunden, dass Leistungen für ökologische Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz erbracht werden.
Die notwendigen Antragsunterlagen und Hinweise zum Verfahren finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten unter der Rubrik "Elektronischer Agrarantrag".
Neue Regelungen für die Düngung
Mit dem Inkrafttreten der novellierten Düngeverordnung am 2. Juni 2017 sind umfangreiche Änderungen und Neuerungen auf die Landwirte auch in Sachsen-Anhalt zugekommen.
Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) hat dazu alle Beiträge auf https://llg.sachsen-anhalt.de/aktuelles/ veröffentlicht.
Elektronischer Agrarantrag in Sachsen - Anhalt
Informationen und nähere Hinweise zu landwirtschaftlichen Förderprogrammen finden Sie unter https://elaisa.sachsen-anhalt.de.
Bitte beachten Sie, dass bei verschiedenen Programmen Antragsfristen gelten.
Für Rückfragen finden Sie in den Rubriken der Landwirtschaft die jeweiligen Ansprechpartner der Förderprogramme und deren Kontaktdaten.
Cross Compliance
Alle Informationen über die einzuhaltenden Cross Compliance-Vorschriften erhalten Sie auf den Seiten des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten.
Hinweise zum Bodenmarkt
Unter dem nachstehenden Link finden Sie die aktuellen landwirtschaftlichen Bodenmarktrichtwerte der Gutachterausschüsse des Landesamtes für Geoinformation und Vermessung Sachsen-Anhalt.
Das MWL (Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten) veröffentlicht jährlich im Frühjahr die aktualisierte Pachtpreisstatistik je Landkreis.
Informationen finden Sie unter folgendem Link: Pachtpreise (sachsen-anhalt.de)
Informationen zum Pflanzenschutz
Informationen über die Entwicklung der wichtigsten landwirtschaftlichen Hauptkulturen und zum Schaderregerauftreten in der Region finden Sie auf www.isip.de.
Urheberrechtshinweis
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