Dürrehilfe 2018

Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark informierte am 30.10.2018 über das Hilfsprogramm zur Dürre 2018.

Alle wichtigen Informationen, Antragsunterlagen und Ansprechpartner finden Sie auf der Seite Dürre 2018.

Aktuelle Informationen zur Agrarförderung

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie hat in einem Schreiben aktuelle Informationen zusammengestellt.

Zu den folgenden Themen erfahren Sie mehr unter diesem Link:

1. Ergänzendes Antragsverfahren für Natura-2000-Ausgleich
2. Stand der Nutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten für Futterzwecke
3. Aktueller Stand Dürrehilfsprogramm
4. Anlegen von Bejagungsschneisen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) - Stand und Ausblick

Ausnahmen zur Nutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten - Anträge zur Futternutzung ab sofort möglich

Landwirtschaftliche Betriebe können ab sofort Anträge stellen, wenn sie Zwischenfrüchte auf ihren Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) zu Futterzwecken nutzen wollen.
Sie können den Aufwuchs selbst nutzen oder auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe (ohne Gewinnerzielungsabsicht) einem anderen viehhaltenden Betrieb überlassen.
Nicht zulässig ist eine Nutzung für andere als Futterzwecke, z.B. die Verwertung in Biogasanlagen.

Aufgrund der von der anhaltenden Dürre besonders betroffenen Länder sollen weitere nationale Spielräume bei den ökologischen Vorrangflächen zur Unterstützung notleidender viehhaltender Betriebe genutzt werden.
Dies betrifft nunmehr konkret eine erweiterte Zulassung der Futternutzung von ÖVF-Zwischenfrüchten in Ergänzung der bereits erfolgten Freigabe der ÖVF-Bracheflächen.
Dafür ist allerdings kurzfristig eine Änderung der entsprechenden nationalen Verordnungen notwendig.
Diese Änderungen sollen in der nächsten Sitzung des Bundesrates am 21. September in einem verkürzten Verfahren beschlossen werden.

Das Antragsformular ist auf der Internetseite www.elaisa.sachsen-anhalt.de ab sofort verfügbar.
Mit dem Antrag sind die entsprechenden Nachweise für die Aussaat und Erklärungen einzureichen bzw. nachzureichen.
Die Anträge sind beim jeweils zuständigen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) zu stellen.

Die Änderungen sind nur für das Jahr 2018 wie folgt vorgesehen:

  • Der derzeitige Verweilzeitraum von 3 Monaten bei Zwischenfrüchten und Begrünungen (1. Oktober bis 31. Dezember) werden auf den nach EU-Recht vorgegebenen Mindestverweilzeitraum von 8 Wochen ab Aussaat festgesetzt.
  • Eine Ausnahme bezüglich Futternutzung nach Ablauf des 8-Wochenzeitraumes wird ausschließlich im Rahmen einer Einzelfallregelung auf Antrag zugelassen.
  • Der Zeitraum beginnt betriebsindividuell ab Aussaat der Zwischenfrüchte (gilt ab sofort). Maßgeblich für den Beginn des 8-Wochenzeitraumes ist der letzte Tag der Aussaat von sämtlichen Zwischenfrüchten auf den entsprechend angemeldeten Flächen.
  • Der Antrag wird als Ausnahmefall, wenn in Gebieten mit ungünstigen Witterungsereignissen nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht oder stehen wird, genehmigt.
  • Eine Schnittnutzung für Futterzwecke ist auch nach dem 31.12.2018, falls eine Genehmigung in 2018 erteilt wurde, zugelassen.

Der Betriebsinhaber kann unabhängig von der geplanten Verordnungsänderung unter Beachtung der bisherigen Vorgaben (§31 Absatz 1 in Verbindung mit Anlage 3 der DirektZahlDurchfV) jederzeit, aber spätestens bis zum 1. Oktober, die Aussaat der ÖVF-Zwischenfrüchte vornehmen.
Er muss aber alle angemeldeten ÖVF-Zwischenfrüchte, falls zutreffend auch im Rahmen der Modifikation angemeldete weitere zusätzliche ÖVF-Zwischenfruchtflächen, in diese Ausnahmeregelung einbeziehen.
Der Nachweis kann durch eine Kopie der schlagbezogene Aufzeichnungen, Fotos mit automatisierter Orts- und Datumsangabe (sogenannte georeferenzierte Fotos) oder Rechnungen (bei Aussaat durch Dienstleister) erbracht werden.

Nähere Auskünfte erteilen die für den jeweiligen Betrieb zuständigen Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten.

Maßnahmen zur Unterstützung tierhaltender Unternehmen infolge der trockenheitsbedingten Futterknappheit

Zum Stand weiterer nationaler Maßnahmen zur Unterstützung tierhaltender Unternehmen infolge der trockenheitsbedingten Futterknappheit wird wie folgt informiert...

Anlegen von Pflugstreifen an Waldrändern

Aktuell gibt es Nachfragen in Bezug auf die Pflichten von Landwirten zum Anlegen von Pflugstreifen bei der Getreideernte am Waldrand in Verbindung mit ÖVF-Waldrandstreifen.
Dazu wird folgendes klargestellt...

Nutzung von Brachen zu Futterzwecken aufgrund der anhaltenden Trockenheit

Aktueller Sachstand zum Thema:
Nutzung von (ÖVF-) Brachen zur Futternutzung wegen ungünstiger Witterungsereignisse bzw. Futterknappheit

§ 25 Abs. 2 der DirektZahlDurchV sieht hierzu für ÖVF-Brachen folgende Regelung vor:
"...die zuständigen Behörden der Länder können ab dem 1. Juli des jeweiligen Jahres allgemein oder im Einzelfall zulassen, dass in Gebieten, in denen auf Grund außergewöhnlicher Umstände, insbesondere ungünstiger Witterungsereignisse, nicht ausreichend Futter zur Verfügung steht oder stehen wird, der Aufwuchs durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt wird."

Bekanntmachung des Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt vom 15.6.2018 - 54.3-60126:

Gemäß §25 Absatz 2 der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung (DirektZahlDurchfV) vom 03.11.2014 (BGBl. I S. 1690), zuletzt geändert durch Verordnung vom 23.03.2018 (BAnz AT 29.03.2018 VI), wird zugelassen, dass auf Flächen, die gemäß §25 Absatz 1 Satz 1 DirektZahlDurchfV brachliegen, der Aufwuchs durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung für Futterzwecke genutzt werden kann.

Die Zulassung der Nutzung gilt mit Wirkung vom 1.7.2018 ausschließlich für das Kalenderjahr 2018 für alle Regionen des Landes Sachsen-Anhalt.

Hinweis:

Nach aktueller Auslegung können ÖVF-Brachestreifen (Pufferstreifen, Feldränder und Streifen an Waldrändern) bereits ab dem 01.07. ohne formelle Freigabe genutzt werden, sofern die Streifen vom angrenzenden Ackerland unterscheidbar sind.

Brachen ohne ÖVF-Verpflichtung könnte der Landwirt ebenso in einen Nutzcode (NC) mit entsprechender Nutzung umdeklarieren, ohne dass dafür Kompensation erforderlich wäre.
Hierzu ist gemäß § 20 Abs. 2 InVeKoSV eine Anzeige spätestens 3 Tage vor der beabsichtigten Nutzung bei der zuständigen Landesstelle (ALFF) erforderlich, wenn bereits eine Nutzung vor dem 30.6. erfolgen soll.
Für eine Nutzung nach dem 30.6. ist eine Anzeige gemäß § 30 Abs. 5 der InVeKoSV erforderlich (allgemeine Verpflichtung des Betriebsinhabers jede Veränderung...anzuzeigen).

Hinsichtlich der Nutzung des DGL in Natura-2000-Gebieten und Naturschutzgebieten ist folgendes zu beachten:
Die Bewirtschaftungsauflagen sind in den Verordnungen der betreffenden Schutzgebiete festgelegt (z.B. ein späterer Schnittzeitpunkt). Eine davon abweichende Bewirtschaftung kann aus naturschutzfachlichen Gründen gerechtfertigt sein. Dies ist vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) zu klären. Wird sie genehmigt, muss das zuständige ALFF hiervon in Kenntnis gesetzt werden.

Hinweis: Zusätzlich können Cross-Compliance-relevante Belange der FFH- sowie der Vogelschutzrichtlinie berührt sein. Mit der Zustimmung der UNB zur vorzeitigen Mahd können hier eventuelle Verstöße vermieden werden.

Stand: 25.7.2018

WICHTIG! Antragsverfahren 2018

Nutzcode 177 - Mais mit Bejagungsschneisen in Verbindung mit Agrar-, Umwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), Ökologischer Landbau (Öko) und Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) nicht zulässig!

Anträge sind bis zum 31.5.2018 zu korrigieren! Bitte informieren Sie sich dazu unter folgendem Link.

Informationsveranstaltungen zur Agrarförderung flächenbezogener Maßnahmen 2018

Das ALFF Altmark organisierte Informationsveranstaltungen zur Agrarförderung 2018.
Nachfolgend stellen wir hier die gehaltenen Vorträge als pdf zu Verfügung.

 

Oft gestellte Frage: 

Auf den Informationsveranstaltungen kam immer wieder eine bestimmte Frage auf.

"Welches Ansaatjahr ist im Falle der Angabe des Nutzcodes 591 als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF)-Brache anzugeben?

Antwort:
Grundsätzlich ist als Jahr der ersten Nutzung immer das Jahr zu verstehen, in dem ein Nutzcode, auch nach einem Nutzcodewechsel, das erste Mal angegeben wurde.
Sofern beispielsweise eine Parzelle seit dem Jahr 2015 als ÖVF-Brache angemeldet wird ist das Jahr 2015 anzugeben.
Sofern eine Parzelle neu in die Bewirtschaftung übernommen wurde und das Antragsjahr unbekannt ist, sollte das Jahr 2015 als Beginnjahr der Greening-Regelung angegeben werden.
Bitte beachten Sie darüber hinaus auch die Ausfüllhinweise zum Geografischen Flächennachweis (GFN) 2018 für die Anträge auf flächenbezogene Beihilferegelungen und Stützungsmaßnahmen.


Diese und weitere Fragen und Antworten finden Sie auch unter ELAISA.

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Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte

Das Landwirtschaftsministerium wird in Zukunft junge Landwirte bei der Gründung eines Betriebes finanziell unterstützen.

Innerhalb von 24 Monaten nach der Existenzgründung ist eine Antragstellung in diesem Programm möglich, wenn der Junglandwirt/die Junglandwirtin nicht älter als 40 Jahre ist. 70.000 Euro werden für einen Zeitraum von fünf Jahren ausgezahlt. Diese Starthilfe ist mit der Forderung verbunden, dass Leistungen für ökologische Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz erbracht werden.

Die notwendigen Antragsunterlagen und Hinweise zum Verfahren finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie unter der Rubrik "Elektronischer Agrarantrag".

Neue Regelungen für die Düngung

Mit dem Inkrafttreten der novellierten Düngeverordnung am 02. Juni 2017 sind umfangreiche Änderungen und Neuerungen auf die Landwirte auch in Sachsen-Anhalt zugekommen.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, der Bauernverband Sachsen-Anhalt e. V. und der Bauernbund Sachsen-Anhalt e. V. führten dazu im Juni 2017 an 11 Orten landesweit Veranstaltungen durch. Die Teilnehmer wurden umfassend über die Änderungen für das Aufbringen von Düngemitteln unterrichtet. Gleichzeitig erhielten die Landwirte einen Zeitplan, welche Maßnahmen ab sofort, in naher Zukunft sowie zu späteren Zeitpunkten Beachtung finden müssen.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) hat dazu alle Beiträge auf https://llg.sachsen-anhalt.de/aktuelles/ veröffentlicht.

Elektronischer Agrarantrag in Sachsen - Anhalt

Informationen und nähere Hinweise zu landwirtschaftlichen Förderprogrammen finden Sie unter der Adresse www.elaisa.sachsen-anhalt.de .
Bitte beachten Sie, dass bei verschiedenen Programmen Antragsfristen gelten.
Für Rückfragen finden Sie in den Rubriken der Landwirtschaft die jeweiligen Ansprechpartner der Förderprogramme und deren Kontaktdaten.

Cross Compliance

Alle Informationen über die einzuhaltenden Cross Compliance-Vorschriften erhalten Sie in den aktuellen  Anlagen:

Hinweise zum Bodenmarkt

Unter dem nachstehenden Link finden Sie die aktuellen landwirtschaftlichen Bodenmarktrichtwerte der Gutachterausschüsse des Landesamtes für Geoinformation und Vermessung Sachsen-Anhalt im Maßstab 1:250.000:

> mehr erfahren

Informationen zum Pflanzenschutz

Informationen über die Entwicklung der wichtigsten landwirtschaftlichen Hauptkulturen und zum Schaderregerauftreten in der Region finden Sie in ISIP über folgenden Link www.isip.de.

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