Herdenschutz vor dem Wolf

Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf

Inhaltsübersicht

Antragsverfahren für das Jahr 2018 eröffnet

(04.01.2018)

Das Antragsverfahren für die Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes von Schafen, Ziegen und Gehegewild vor dem Wolf ist für das Haushaltsjahr 2018 eröffnet.

Ab sofort können Förderanträge gestellt werden.
Die neuen Antragsformulare für das Jahr 2018 sind bereitgestellt. Sie finden diese im Abschnitt Antragsunterlagen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die unten genannten Ansprechpartner. Nähere Informationen zum Förderprogramm und zum Antragsverfahren werden demnächst auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Die Antragsfrist endet in diesem Jahr am 15. Mai 2018.

Abbildung eines mobilen Zaunes auf einer Weide
mobiler Herdenschutzzaun

Ansprechpartner zum Antrags- und Bewilligungsverfahren

Sachgebiet 2-35 "Tierzucht und Landesprüfdienst"
Herr Dr. Münch, Tel.: +49 340 6506-643 und
Frau Liermann, Tel.: +49 340 6506-644

Postanschrift und allgemeine Kontaktdaten:
Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt
Kühnauer Straße 161
06846 Dessau-Roßlau

Tel.: +49 340 6506-0
Fax: +49 340 6506-601
E-Mail: poststelleDE(at)alff.mule.sachsen-anhalt.de

Antragsunterlagen

(Stand: Januar 2018)

  • Antrag auf Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes von Schafen, Ziegen und Gehegewild vor dem Wolf im Haushaltsjahr 2018
  • Merkblatt "Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes von Schafen, Ziegen und Gehegewild vor dem Wolf (Richtlinie Herdenschutz)"

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Inhalte der Fördermaßnahme

(03.04.2017)

Zuwendungsempfänger

Abbildung eines Herdenschutzzauns mit einer Schafherde
Herdenschutzzaun

Die Förderung kann von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Unternehmen sowie Gartenbaubetrieben im Haupt- und Nebenerwerb mit Schaf-, Ziegen- und Gehegewildhaltung unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens beantragt werden. Der Betriebssitz des Unternehmens muss in Sachsen-Anhalt liegen.

Durch die ausdrückliche Einbeziehung forstwirtschaftlicher und gartenbaulicher Unternehmen sowie der Ziegen- und Gehegewildhaltung ist der Kreis der Zuwendungsempfänger mittlerweile gegenüber des im Jahr 2013 gestarteten Förderprogramms erheblich erweitert worden.

Förderung und Antragsfristen

Anträge für das laufende Haushaltsjahr sind bis spätestens 15. Mai des jeweiligen Jahres beim ALFF Anhalt einzureichen.

Förderfähige Präventionsmaßnahmen und Finanzierung

Abbildung einer Schafherde mit Herdenschutzhunden
Herdenschutzhunde

Zuwendungsfähig ist der Erwerb von mobilen Elektrozäunen nebst Zubehör für den präventiven Schutz von Schafen, Ziegen und Gehegewild vor Übergriffen des Wolfes. In begründeten Einzelfällen ist auch die Ersatzbeschaffung förderfähig.

Seit dem Jahr 2017 ist außerdem zuwendungsfähig, die Anschaffung von Herdenschutzhunden bei Haltung von Nutztieren (Schafe und Ziegen). Förderfähig sind die Anschaffungskosten für ausgebildete Herdenschutzhunde und die Kosten für die Zertifizierung durch Prüfungszeugnis.

Nicht zuwendungsfähig sind Folgekosten, wie Personal- und Sachkosten für den Aufbau und die Unterhaltung der Präventionsmaßnahmen sowie laufende Kosten für die Hundehaltung und die Ausbildung der Hunde sowie die Weiterbildung von deren Halterinnen und Haltern.

Die Zuwendung wird als Anteilsfinanzierung bis zu 80 v. H. der förderfähigen Ausgaben (ohne Mehrwertsteuer) in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses ausgezahlt. Die Mindesthöhe der Zuwendung beträgt 500 Euro. Die maximale Förderhöhe beträgt 15.000 Euro brutto im Rahmen der De-minimis-Beihilfen in drei Steuerjahren nach der Verordnung (EU) Nr. 1408/2013.

Grundschutz (Mindestschutz) bei Zäunen und Anforderungen an Herdenschutzhunde

Der Kauf von mobilen Elektrozäunen nebst Zubehör muss den im oben genannten Merkblatt bestimmten Grundschutz erfüllen.

Für den Festzaun bei Wildgattern gelten besondere Anforderungen zum Grundschutz, die ebenfalls im Merkblatt beschrieben sind.

Hinsichtlich Herdenschutzhunde gelten ebenfalls besondere Anforderungen sowohl an die Hunde als auch an die Personen, die mit Herdenschutzhunden arbeiten. Diese Anforderungen sind ebenfalls im Merkblatt beschrieben. Zu beachten ist auch die Zweckbindungsfrist für die Dauer der Einsatzfähigkeit des Herdenschutzhundes von mindestens drei Jahren.

Hütesicherheit

Darüber hinaus sollten beim Einsatz von Zäunen die ebenfalls im Merkblatt näher beschriebenen Grundsätze zur Hütesicherheit Anwendung finden.

Ansprechpartner

  • Ansprechpartner zum Antragsverfahren / Bewilligungsbehörde

Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt
Kühnauer Straße 161
06846 Dessau-Roßlau
Tel.: +49 340 6506-0
Fax: +49 340 6506-601
E-Mail: poststelleDE(at)alff.mule.sachsen-anhalt.de

  • Ansprechpartner zum präventiven Herdenschutz

Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI)
Lindenstraße 18
39606 Iden
Frau Dahlmann

Tel.: +49 39390 6482
E-Mail: simone.dahlmann(at)lau.mlu.sachsen-anhalt.de

Notfallnummer: +49 162 3133949

  • Ansprechpartner Herdenschutzhunde

Arbeitsgemeinschaft - Herdenschutzhunde e.V.
Schäferweg 1
15345 Altlandsberg
Tel.: +49 180 6554466

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Karte zum Ausbreitungsgebeit
Ausbreitungsgebiet des Wolfes - Link zur Bekanntmachung des Landesverwaltungsamtes

Weitere Informationen und Wissenswertes zum Wolf

(07.04.2014, aktualisiert: 03.04.2017)

Weitere Hinweise und Informationen

Der Schutz vor Übergriffen durch Großraubtiere, wie dem Wolf, lässt sich durch die im Merkblatt beschriebenen Maßnahmen des Grundschutzes erreichen. Hierzu zählt die Umzäunung der Weideflächen bzw. Gehege.

Nähere Informationen zu Präventionsmaßnahmen und zum Ausbreitungsgebiet des Wolfes in Sachsen-Anhalt erhalten Sie in der Öffentlichen Bekanntmachung des Landesverwaltungsamtes zu den Ausgleichszahlungen für Schäden an Nutztieren durch den Wolf. Die Bekanntmachung ist veröffentlicht im Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt (Nr. 5 vom 15. Mai 2014). Ferner werden in der Leitlinie Wolf des Landes Sachsen-Anhalt schadensvorbeugende Maßnahmen beschrieben.

Wissenswertes zum Wolf

Weiterführende Informationen zum Wolf und Informationen für Nutztierhalter sind beim Wolfskompetenzzentrum Iden Sachsen-Anhalt oder auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie verfügbar.

Umfassende Informationen enthält auch die Broschüre "Schutz von Nutztieren vor dem Wolf - Informationen für Halter von Nutztieren in Sachsen-Anhalt" des WWF Deutschland (Stand: Oktober 2014).

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