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Herdenschutz vor dem Wolf

Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf

Antragsverfahren für das Jahr 2019 eröffnet

(17.04.2019)

Das Antragsverfahren für die Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf ist für das Haushaltsjahr 2019 eröffnet.

Ab sofort können Förderanträge gestellt werden.
Die neuen Antragsformulare für das Jahr 2019 sind bereitgestellt. Sie finden diese im Abschnitt Antragsunterlagen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die unten genannten Ansprechpartner. Nähere Informationen zum Förderprogramm und zum Antragsverfahren finden Sie ebenfalls auf dieser Internetseite.

Zuwendungsempfänger

Die Förderung kann von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Unternehmen sowie Gartenbaubetrieben im Haupt- und Nebenerwerb mit Nutztierhaltung unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens beantragt werden. Zuwendungsempfänger können auch außerlandwirtschaftliche Kleintierhalter sein. Der Betriebssitz des Unternehmens muss in Sachsen-Anhalt liegen.

Durch die weggefallene Begrenzung auf bestimmte Tierarten und die Einbeziehung von Kleintierhaltern ist der Kreis der Zuwendungsempfänger gegenüber der Vorjahre noch einmal erheblich erweitert worden.

Inhalte der Fördermaßnahme

(17.04.2019)

Antrags- und Bewilligungsbehörde und Antragsfristen

Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt (ALFF Anhalt) ist Antrags- und Bewilligungsbehörde.

Anträge für das laufende Haushaltsjahr sind bis spätestens 15. September des jeweiligen Jahres beim ALFF Anhalt einzureichen.

Ansprechpartner zum Antrags- und Bewilligungsverfahren

Sachgebiet 25 - Tierzucht und Landesprüfdienst
Frau Liermann, Tel.: +49 340 6506-644

Postanschrift und allgemeine Kontaktdaten:
Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt
Kühnauer Straße 161
06846 Dessau-Roßlau

Tel.: +49 340 6506-0
Fax: +49 340 6506-601
E-Mail: poststelleDE(at)alff.mule.sachsen-anhalt.de

Antragsunterlagen

(Stand: April 2019)

  • Antrag auf Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf in Sachsen-Anhalt im Haushaltsjahr 2019

  • Merkblatt "Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf"

  • KMU-Erklärung - Erklärung zur Einstufung als Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
  • Erläuterungen zu De-minimis-Beihilfen für Zuwendungsempfänger

  • Richtlinie Herdenschutz und Schadensausgleich: Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen des Herdenschutzes vor dem Wolf und der Gewährung von Billigkeitsleistungen für den Ausgleich von Sachschäden durch den Wolf oder Luchs in Sachsen-Anhalt, Runderlass des MULE vom ...2019 - 73/26-60129/2.7

    Hinweis: Die Richtlinie ist noch nicht veröffentlicht. Nach Veröffentlichung steht die Richtlinie hier zum Download bereit.

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Förderfähige Präventionsmaßnahmen und Finanzierung

Zuwendungsfähig ist der Erwerb von mobilen Elektrozäunen nebst Zubehör für den präventiven Schutz von Schafen, Ziegen und Gehegewild vor Übergriffen des Wolfes. In definierten Gebieten mit wiederholten Wolfsübergriffen sind auch Rinder- und Pferdehaltungen (Weidehaltung von Rindern oder Pferden bei Anwesenheit von Kälbern oder Fohlen, Jungrindern und kleine Rinder- und Pferderassen) förderfähig.

In begründeten Einzelfällen ist auch die Ersatzbeschaffung förderfähig.

Zuwendungsfähig ist auch die Anschaffung von Herdenschutzhunden bei Haltung von Nutztieren (Schafe und Ziegen). In definierten Gebiete mit wiederholten Wolfsübergriffen ist auch bei Rinder- und Pferdehaltung die Anschaffung von Herdenschutzhunden förderfähig.

Nicht zuwendungsfähig sind einmalige oder laufende Personal- und Sachkosten für den Aufbau und die Unterhaltung der Präventionsmaßnahmen sowie laufende Kosten für die Hundehaltung und die Zucht und die Ausbildung der Hunde sowie die Weiterbildung von deren Halterinnen und Haltern.

Die Zuwendung wird zu 100 v. H. der förderfähigen Ausgaben (ohne Mehrwertsteuer) in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gezahlt. Die Mindesthöhe der Zuwendung beträgt 500 Euro. Die maximale Förderhöhe beträgt 30.000 Euro pro Jahr.

Grundschutz (Mindestschutz) bei Zäunen und Anforderungen an Herdenschutzhunde

Der Kauf von mobilen Elektrozäunen nebst Zubehör muss den im oben genannten Merkblatt bestimmten Grundschutz erfüllen.

Für den Festzaun bei Wildgattern gelten besondere Anforderungen zum Grundschutz, die ebenfalls im Merkblatt beschrieben sind.

Der Grundschutz für die Rinder- und Pferdehaltung muss der aid-Empfehlung "Sichere Weidezäune" und den betriebsbezogenen Stellungnahmen des Wolfskompetenzzentrums entsprechen.

Hinsichtlich Herdenschutzhunde gelten ebenfalls besondere Anforderungen sowohl an die Hunde als auch an die Personen, die mit Herdenschutzhunden arbeiten. Diese Anforderungen sind ebenfalls im Merkblatt beschrieben. Zu beachten ist auch die Zweckbindungsfrist für die Dauer der Einsatzfähigkeit des Herdenschutzhundes von mindestens drei Jahren.

Hütesicherheit

Darüber hinaus sollten beim Einsatz von Zäunen die ebenfalls im Merkblatt näher beschriebenen Grundsätze zur Hütesicherheit Anwendung finden.

Ansprechpartner

  • Ansprechpartner zum Antragsverfahren / Bewilligungsbehörde

Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt
Kühnauer Straße 161
06846 Dessau-Roßlau
Tel.: +49 340 6506-0
Fax: +49 340 6506-601
E-Mail: poststelleDE(at)alff.mule.sachsen-anhalt.de

  • Ansprechpartner zum präventiven Herdenschutz

Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI)
Lindenstraße 18
39606 Iden
Tel.: +49 393906 480 bis 484
E-Mail: wzi(at)lau.mlu.sachsen-anhalt.de

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Weitere Informationen und Wissenswertes zum Wolf

(07.04.2014, aktualisiert: 17.04.2019)

Weitere Hinweise und Informationen

Der Schutz vor Übergriffen durch Großraubtiere, wie dem Wolf, lässt sich durch die im Merkblatt beschriebenen Maßnahmen des Grundschutzes erreichen. Hierzu zählt die Umzäunung der Weideflächen bzw. Gehege.

Nähere Informationen zu Präventionsmaßnahmen und zum Ausbreitungsgebiet des Wolfes in Sachsen-Anhalt erhalten Sie in der Öffentlichen Bekanntmachung des Landesverwaltungsamtes zu den Ausgleichszahlungen für Schäden an Nutztieren durch den Wolf. Die Bekanntmachung ist veröffentlicht im Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt (Nr. 5 vom 15. Mai 2014).

Informationen und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Wölfen können Sie der Leitlinie Wolf des Landes Sachsen-Anhalt entnehmen. Darin sind auch schadensvorbeugende Maßnahmen beschrieben.

Die aid-Broschüre "Sichere Weidezäune" des aid Infodienstes Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. enthält weitere Informationen.

Wissenswertes zum Wolf

Wissenswertes und weiterführende Informationen zum Wolf und Informationen für Nutztierhalter sind beim Wolfskompetenzzentrum in Iden, angesiedelt beim Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, oder auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie verfügbar.

Umfassende Informationen enthält auch die Broschüre "Schutz von Nutztieren vor dem Wolf - Informationen für Halter von Nutztieren in Sachsen-Anhalt" des WWF Deutschland (Stand: Oktober 2014).

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